naapuri - deine wohlfühlwohnraumplattform geht im Herbst 2013 online

Newsletter #3
Deutschland, den 26. Juli 2013

Hallo,

gestern Abend hatte ich ein typisches Gespräch mit neuen Bekannten: „Wo wohnt Ihr?“ „In xyz.“ (In diesem Fall in Schenefeld, einem Gebiet kurz hinter der Hamburger Stadtgrenze, das verwaltungstechnisch in Schleswig-Holstein liegt, aber unmittelbar in das Hamburger Stadtgebiet übergeht.) „Kommt Ihr von dort?“ „Nein. Wir waren längere Zeit auf der Suche. Freunde von uns wohnen in der Nachbarschaft und haben uns dann auf dieses Haus hingewiesen – ansonsten wären wir nie auf die Idee gekommen, dorthin zu ziehen. Und nun wohnen wir schon zehn Jahre zufrieden dort.“ Was hier passiert ist, ist typisch: Oftmals sind es Freunde und Bekannte, die anderen dabei behilflich sind, eine neue Bleibe zu finden, in der sie sich wohlfühlen.

Berlin-Charlottenburg – oder vielleicht doch Süderbrarup?

Diese Empfehlungen sind sehr wichtig, denn man vertraut Freunden und Bekannten eher als Imagemagazinen, Anzeigen und Maklern. Der Ruf und die Wirklichkeit eines Wohngebiets können weit auseinanderklaffen. Bei „Bielefeld? Das gibt es doch gar nicht!“ verdrehen einheimische genervt die Augen. Auch Wanne-Eickel, Castrop-Rauxel, Pinneberg oder Süderbrarup gelten bei einigen nicht gerade als Sehnsuchtsorte – ohne dass man jemals vor Ort die lebenswerten Ecken erkundet hat. Doch was hier sehr fern und deshalb für Dich vielleicht unbedeutend klingt, gilt genauso innerhalb von Stadtgrenzen: In Hamburg würden viele Menschen, die nördlich der Elbe wohnen, niemals auf die Idee kommen, nach Wilhelmsburg zu ziehen, obwohl dort in den letzten Jahren der an sich schon vielerorts attraktive Wohnraum deutlich aufgewertet wurde. Für viele Berliner liegen zwischen Charlottenburg und den Plattenbauten in Marzahn ähnliche gedankliche Welten. Wer kann da glaubwürdigere Brücken bauen als Freunde und Bekannte, die beides kennen: Die Gegend, den vorhandenen Wohnraum und die Person?! Freunde und Bekannte sind damit ein wichtiger Mittler für die nächste Wohnung, damit das Einziehen (Vor-)Freude bereitet.

Bitte lesen: w, ledig, 29 sucht dringend 2-3 Zimmer-Wohnung in Hamburg!

Insofern passt es, dass uns eine dringende Wohnungssuche aus dem Freundes- und Bekanntenkreis erreicht hat, die wir hier als unsere erste offizielle Suche gleich an Dich weiterleiten: May-Lena sucht eine 2-3 Zimmer-Wohnung in Winterhude, Uhlenhorst, Barmbek Süd, Eppendorf, Eimsbüttel o. ä. Ja, Harvestehude darf es damit auch sein (was sicherlich für viele Eimsbüttler ebenso unvorstellbar wäre wie der Umzug authentischer Eppendorfer nach Barmbek Süd – Du siehst, es scheint wirklich dringend zu sein), aber ebenso Schlump oder Sternschanze. Wenn Du etwas weißt, sag so schnell wie möglich Bescheid. Und wenn nicht, frag gern Dein Umfeld. Wir leiten den Kontakt schnell und direkt an May-Lena weiter. Wenn unsere Plattform online ist, kannst Du natürlich direkt mit Menschen wie May-Lena in Kontakt treten oder ihr den Kontakt zu Deinen Freunden und Bekannten herstellen.

Beste Grüße,
Jan Wegener
Gründer + Initiator

Wenn Immobilienmakler gemeinsame Sache machen, entsteht selten etwas Gutes

Nimmt man den Immobilienmarkt etwas genauer unter die Lupe, dann kann man sich einfach nur die Haare raufen. In vielen Metropolen besteht ein klassischer Anbietermarkt: Es gibt in vielen Preissegmenten weniger Wohnungen, als nachgefragt werden – in einigen Bereichen sogar viel zu wenige. Ein Wohnungsanbieter muss folglich einfach nur drei beliebige Menschen auf der Straße ansprechen und die Wohnung dürfte im Nu an eine Person aus deren Bekanntenkreis vergeben sein. Doch da einige von ihnen keine Lust haben, sich diese Mühe zu machen (oder zu unkreativ sind, andere stress- und aufwandsminimale Wege zu gehen), beauftragen sie einen Makler.

Das ist erst einmal nichts Verwerfliches, wenn der Vermieter die Kosten dafür selbst trägt. Denn wenn man Objekte vermietet, dann gehört der Vermietungsprozess natürlich mit zum Geschäft. Wer diesen Aufwand scheut, verzichtet dafür in der Regel auf einen Teil seiner Marge oder schlägt diese Kosten direkt auf den Mietpreis drauf, so dass dieses Objekt dann im direkten Vergleich etwas teurer ist. Das gilt aber anscheinend nicht für Immobilien, bei denen diese Kosten in vielen Fällen dem Mieter losgelöst vom monatlichen Mietpreis als Sonderkosten einfach aufgedrückt werden. Der Mieter hat also in diesem Fall neben der Wohnung und der Kaution auch noch die Maklercourtage zu stemmen. In diesem Fall aber sind die Makler lediglich die Agenten der Wohnungsanbieter, die sich als Verwalter des begrenzten Angebots einschalten. Die Wohnungsknappheit wird damit nicht beeinflusst, lediglich die Ansprechpartner wechseln – und das auch noch kostenpflichtig.

Makler des Maklerangebots verknappen künstlich das Angebot

Allein das reicht schon aus, um sich die Haare zu raufen. Doch es geht noch schlimmer. Nun hatten kreative Geschäftsleute aber eine Idee, wie man dieses knappe Wohnungsangebot weiter verknappen kann, um so zusätzliches Geld zu verdienen – natürlich auf Kosten der potenziellen Mieter – , so dass man nur ungläubig mit dem Kopf schütteln kann. Einer dieser Anbieter ist Loftville. Loftville bietet die Chance, dass man gegen eine monatliche Gebühr einen bestimmten Zeitpunkt vorher von einer neuen Immobilie erfährt, bevor sie also für alle sichtbar auf Immoscout veröffentlicht wird. Neben der Miete, der Kaution und der eventuellen Maklercourtage wird in diesem Fall noch eine Gebühr dafür fällig, dass man ein Vorgriffsrecht auf bestimmte Informationen hat. Abgesehen davon, dass diese Abzocke echt bedenklich ist, so hat sie noch einen Haken: Dieses Angebot macht nur dann Sinn, wenn damit auch eine gewisse Exklusivität geboten wird, denn das Wohnungsangebot bleibt ja weiterhin unverändert knapp. Aber je mehr Suchende diesen Service nutzen, desto weniger wird er mir nützen, weil ich dann auch weiterhin einer unter vielen bin. Und wie viele gemeinsam mit mir diese Anzeige erhalten, das wird natürlich nicht verraten. Die Zahl dieser Personen sichtbar zu begrenzen, wäre eine Möglichkeit, aber dann hätten Anbieter wie Loftville sicherlich bald ein Problem mit ihrem Geschäftsmodell, denn das begrenzte Wohnraumangebot verändern sie selbst ja nicht. Die Idee ist gewieft – und gleichzeitig ein wirklich erschreckender Auswuchs des Kapitalismus.

Test: nicht bestanden

Da Frank aus unserem Team selbst auf der Suche nach neuem Wohnraum ist, haben wir natürlich gleich diesen Wettbewerber getestet. Sicherlich werden hier Erfahrungen vom Einzelfall abhängen. Aber in unserem Fall wurde Frank von Loftville auf eine neu eingestellte Immobilie per E-Mail hingewiesen – von der er bereits zehn Minuten vorher über Immoscout selbst erfahren hat. Mit der Exklusivität hat es in diesem Fall also nicht wirklich geklappt. Das geht besser. Lasst uns das gemeinsam ändern.

Film ab!

Unser Trailer ist weiterhin hier online auf Youtube zu sehen.

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