Hamburg und München engagieren sich für bezahlbare Mieten

(c) "aufm kiez" von glasseyes view, www.flickr.com/photos/axelhartmann, CC BY-SA 2.0

Erfreuliche Nachrichten gibt es aus Hamburg: Der Senat beschloss die Verlängerung der Umwandlungsverordnung. Damit kann die Stadt dem Abriss von Wohngebäuden, Luxusmodernisierungen mit entsprechenden Mietsteigerungen und der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen oder Büroräume entgegenwirken, um die bisherige Bewohnerstruktur zu erhalten. Eine Umwandlungsverordnung gibt es aktuell in der südlichen Neustadt, St. Georg, St. Pauli, im Schanzen- und im Osterkirchenviertel. Plant ein Eigentümer eine derartige Maßnahme, muss er diese beantragen und deren Auswirkung auf die Zusammensetzung der Bewohnerstruktur überprüfen lassen. Hamburg nutzt diese bundesweit eingesetzte Regelung bereits seit 1998 befristet auf jeweils fünf Jahre und hat sie nun bereits zum vierten Mal verlängert. Diese Entwicklung lässt hoffen!

Auch München versucht angesichts steigender Grundstückspreise und mangelndem Angebot, die Situation auf dem Münchner Wohnungsmarkt durch geeignete Maßnahmen zu verbessern. Das beschlossene Modell des konzeptionellen Wohnungsbaus sieht vor, dass 30 % der Grundstücksfläche zugunsten des Mietwohnungsbaus belegt werden. Gleichzeitig verzichtet die Stadt auf einen Preiswettbewerb und vergibt die Flächen zum aktuellen und damit günstigeren Verkehrswert, der unter Berücksichtigung der langfristigen Bindungen ermittelt wird. Den Zuschlag erhält derjenige Bewerber, der im Ausschreibungsverfahren das überzeugendste Konzept anbietet. Der Käufer ist dann verpflichtet, Mietwohnungen nach bestimmten Standards zu bauen, die innerhalb der nächsten 60 Jahre nicht in Eigentumswohnungen umgewandelt und auch nicht aus Eigenbedarf gekündigt werden dürfen. Die Erst- und Wiedervermietungsmiete ist an den Mietspiegel gekoppelt. Dieses Modell wird trotz der beschränkten Miethöhe durch den geringen Grundstückspreis attraktiv.

 

 

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