13. Istanbul Biennale: Barbaren zu Gast in Istanbul

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Seit dem 14. September und noch bis zum 20. Oktober lädt die 13. Istanbul Biennale mit dem Titel „Mom, Am I Barbarian” als Anspielung auf die treibende Rolle, die Außenseiter und Randgruppen ausüben, in die türkische Metropole am Bosporus ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Kunst zur Stadtentwicklung äußern kann. Die Kuratorin Fulya Erdemci thematisiert, wem eigentlich die Stadt gehört, und verhandelt am Beispiel Istanbuls die Gentrifizierung. Dieses Thema hat angesichts der Auseinandersetzungen um den Gazi-Park hier auf dem Foto eine besondere Aktualität bekommen und bietet der Biennale zusätzlichen Gesprächsstoff.

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Gezi-Park, (c) Meghan Rutherford, www.flickr.com/photos/luckyfly/, CC BY 2.0.de

 

Titelfoto: Gezi-Park, (c) Meghan Rutherford, www.flickr.com/photos/luckyfly/, CC BY 2.0.de

Dort anfangen, wo andere (zum Glück) aufgehört haben

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Einem spannenden Thema widmet sich die Tallin Architecture Biennale: Recycling Socialism. Das Talliner Architekturfestival sucht nach neuen Lösungen für sozialistische Architektur, die die Sowjets in der estländischen Hauptstadt hinterlassen oder zumindest beeinflusst haben. Die Kuratorinnen möchten dem sowjetischen Stadtraum neuen Sinn geben und es besser in die gegenwärtige Stadt integrieren. Die Frage, wie man unattraktiv gewordene Stadtentwicklungsprojekte in die Neuzeit überführen kann, ist eine Aufgabe, vor der viele Städte stehen. Die Auseinandersetzung in Tallinn kann hilfreiche Anregungen geben, wie man sich derartigen Bauprojekten nähert.

Unsere Reise durch die Festivals werden wir auch im nächsten Newsletter fortsetzen und für Dich einen Blick auf die Vienna Design Week (27.9.-6.10.2013) und die Trienal de Arquitectura de Lisbon (12.9.-15.12.2013) werfen.

 

Foto: (c) Maris Hellrand, www.tab.ee