Altbekanntes in neuem Glanz

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Jägermeister hat ihn vor ein paar Jahren wieder salonfähig gemacht, obwohl sich uns seine Ästhetik und die seiner Leidensgenossen nicht unbedingt erschließt: den Hirschkopf als Kunstobjekt an der Wand. Zu Zeiten unserer Großeltern war der Hirschkopf eine Jagdtrophäe, die zeigen sollte, dass man ein guter Schütze ist. Die Designerin Clémentine Bal beschäftigt sich dagegen mit der Welt der lebenden Tiere und Pflanzen. Ihre Skulpturen haben nichts von dieser Jagdtrophäe, sondern sind schlicht, reduziert und dennoch ausdrucksstark lebendig.

Angesichts dieses Ansatzes sind wir dann doch bereit, dem Hirschkopf eine zweite Chance zu geben. Auch bei anderen Ausstellern auf der Maison & Objet lässt sich der Hirschkopf neben weiteren Tierhäuptern an der Wand finden, mal detailverliebt, mal stilisiert, in Naturtönen oder in leuchtenden Farben. Wir sind gespannt, ob und wie sich die Geschichte dieses Einrichtungsstücks weiterentwickelt. Den Hirschkopf von Clémentine Bal findest Du bei uns auf Facebook. Von dort aus gelangst Du auch zu ihren weiteren Fotos (Klick einfach auf ihren Namen über dem Foto!).

 

Vorlage für diesen Zuschnitt: (c) “Hirsch” von flightlog, www.flickr.com/photos/flightlog/, CC BY 2.0.de

Gewohntes in Frage stellen

(c) http://www.flickr.com/photos/nicokaiser/

Tische gibt es in verschiedenen Ausführungen: als Esstisch, Couchtisch, Computertisch, Schminktisch, Schreibtisch, Nachttisch, Beistelltisch etc., oftmals einfach unterschieden in Ablage-, Ess- oder Arbeitstisch. Und trotz dieser Vielfalt, die sich in der Höhe und Größe der Tischplatte, der Anzahl der Beine, Schublade(n) oder nicht, den verwendeten Materialien sowie den gestalterischen Möglichkeiten zeigt, haben sie alle in der Regel eins gemeinsam: Sie haben eine ebene Tischoberfläche – was Dich jetzt, wenn Du ehrlich bist, nicht wirklich großartig verwundert, denn so kann man dort nun einmal am Besten Dinge ablegen, hinstellen oder gleich direkt darauf arbeiten.

Der französische Designer Benoit Chabert ist nun von diesem Prinzip abgewichen und präsentierte auf der Maison & Objet in Paris u. a. seinen Esstisch „Subduktion“. Aufgewachsen in Chambéry am Fuße der Savoyer Alpen waren die Berge für den Designer schon immer Inspiration und Faszination. Dieser Tisch soll deshalb eine Hymne an die Entstehung der Berge sein und die Geburt eines Bergmassivs zeigen. Ein spannender Ansatz, der unserer Meinung nach zu Recht die Aufmerksamkeit auf der Fachmesse auf sich zog. Für große Gesellschaften wird das entstehende Bergmassiv sicherlich eher hinderlich sein. Aber denjenigen, die gerne an großen Tischen sitzen, aber dabei in der Regel in kleiner Runde sind, nimmt der Tisch das Gefühl, an einer leeren Tafel zu sitzen. Den Tisch findest Du hier bei uns aufPinterest.

 

Foto: (C) “Schiefe Straße” von Nico Kaiser, www.flickr.com/photos/nicokaiser/, CC BY 2.0-Lizenz